Archiv des Autors: SPD Findorff

Störfaktor oder Ruhe-Insel?

Arbeit der Inneren Mission und der Ambulanten Suchthilfe auf der Bürgerweide

Der Sozialausschuss des Findorffer Beirats hatte auf seiner Sitzung am 2. Juni 2026 Herrn Axel Brase-Wentzel von der Inneren Mission und Frau Bettina Meier von der Ambulanten Suchthilfe zu Gast, die über die ihre Arbeit informierten. Die Auswirkungen auf Findorff sind für den Beirat besonders relevant.

Verdrängung der Wohnungslosen- und Drogenszene vom Bahnhofsvorplatz

Durch das Verdrängen der Wohnungslosen- und der Drogenszene vom Bahnhofvorplatz hatte sich der Aufenthaltsort des genannten Klientels in den Nelson-Mandela-Park und in den Einzugsbereich der Messe verlagert. Axel Brase-Wentzel berichtete, dass mit dem „Wärmebus“ der Inneren Mission auf der Bürgerweide Aufwärmmöglichkeiten in der kalten Jahreszeit, Beratung und Hilfen angeboten werden.

Wie bekannt, führte dieses zu Beschwerden seitens der Anwohner des Parks und der Messeleitung. Das Team des Wärmebusses versuchte dies aufzufangen, musste aber den Standort des Busses aufgrund der Beschwerden weiter Richtung Findorff verlagern. Herr Brase-Wentzel beschrieb die Arbeit als zunehmend fordernder durch eine Zunahme von Aggression und Gewalt in der Crack-Szene.

Zunehmende Kriminalität an der Bürgerweide durch zusätzliches Angebot für Drogenabhängige?

Die ambulante Suchthilfe zieht von der Bürgermeister-Smidt-Strasse in die Theodor-Heuss-Allee um. Sie betreut Erwachsene sowie Familien mit Kindern mit Suchtproblematik. Das Angebot erstreckt sich über Beratung, Gruppenangebote, Nachsorge nach Reha,die Betreuung von Substituierten und Streetwork, um nur einige Arbeitsgebiete zu nennen.

Um Sorgen der Findorffer vor zunehmender Kriminalität vorzubeugen: Die ambulante Arbeit an einem festen Standort führt nach bisherigen Erfahrungen in der Bürgermeister-Smidt-Strasse zur Beruhigung der Szene. Indoorangebote in verschiedenen Stadtteilen sind laut Herrn Brase-Wentzel und Frau Meier die sichersten Möglichkeiten, die Arbeit zu gestalten.

Unsichere Finanzierung der Arbeit von Innerer Mission und Ambulanter Suchthilfe

Die beiden Vertreter von der Inneren Mission und der Ambulanten Suchthilfe thematisierten die unsichere Finanzierung ihrer Arbeit, in deren Folge in letzter Konsequenz ein Personalabbau steht. Damit kann die Arbeit und die Sicherheit der Betreuungsteams nicht mehr gewährleistet werden.

Die Arbeit ist wie sich zeigt jedoch notwendig, denn die Verdrängung der Wohnungslosen- und Drogenszene vom Bahnhofsvorplatz verlagert nur die Problematik in die Stadtteile. Das ist offensichtlich keine Lösung.

Fazit

Ziel muss es sein, dass die Beiräte der Stadtteile die Forderungen nach einer sicheren Finanzierung unterstützen und entsprechend auf die politischen Parteien und Senat einwirken. Die SPD als soziale Partei muss sich hier positionieren.