In Japan und Großbritannien gibt es Einsamkeitsministerien. In den letzten Jahren hat das Thema Einsamkeit an Relevanz zugenommen. Eine sich ändernde Gesellschaft, in der immer mehr Menschen alleine leben, wirft auch neue Fragen und Herausforderungen auf. Es wird geschätzt, dass ca. 25% der Menschen in Deutschland einsam sind. Man möchte meinen, dass dies nur ältere Menschen betrifft, aber auch immer mehr junge Menschen leiden darunter. Nicht zuletzt hat Corona dieses Thema sehr stark in den Fokus gerückt und die letzte Ampel-Regierung hatte sich des Themas angenommen. Letztes Jahr ist zum ersten Mal der „Einsamkeitsbarometer 2024“ vorgestellt wurden, indem erfolgt eine Untersuchung der Langzeitentwicklung der Einsamkeitsbelastungen innerhalb der deutschen Bevölkerung (18 Jahre und älter) auf Basis repräsentativer Daten des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) zwischen 1992 und 2021.
Hier zum Nachlesen abrufbar:
https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/240528/5a00706c4e1d60528b4fed062e9debcc/einsamkeitsbarometer-2024-data.pdf
Wir wollen uns mit diesem sensiblen und relevanten Thema beschäftigen, welches von einigen Experten bereits als neue Volkskrankheit gesehen wird. Als Referentin konnten wir unsere Genossin und Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling gewinnen. Sie wird uns kurz in das im Alltag noch wenig wahrgenommene Thema „Einsamkeit“ einführen. Mit ihr gemeinsam wollen wir die Fragen und evtl. Strategien gegen Einsamkeit auf den verschiedenen Ebenen beleuchten.

